Das ÖEHV Eishockey Frauenteam nimmt mit Leidenschaft und Stolz an der Top A-WM teil.

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Die neue General Managerin des ÖEHV-Frauen-Nationalteams Gina Kingsbury spricht über ihre neue Position und den Fahrplan bis zur historischen A-WM in Dänemark.

Es wird noch intensiv bis zum Start der Top A-WM 2026 vorbereitet.

Gina Kingsbury musste in kurzer Zeit viel auf die Beine stellen. So habe sie noch vor ihrer Zusage die Spielerinnen zu trainieren mit vielen Spielerinnen des ÖEHV Nationalteams gesprochen und gefragt, was sie in den kommenden Wochen brauchen. Denn die Zeit sei zwar mit zwei Camps und einer Weltmeisterinschaft schön und werde sicherlich gut genutzt. Aber es sei zeitlich auch sehr knapp, um die Menschen im Verband und im Staff kennenzulernen, sagte die neue General Managerin.

Die 44-jährige kanadische Eishockeytrainerin Gina Kingsbury trägt eine schwarze Kappe und eine schwarze Team-Austria-Jacke mit Warrior-Logo. Sie steht an einer Holzbrüstung in einer Eishalle, hat ihr aufgeschlagenes Notizbuch auf einer Holzablage vor sich und blickt auf das Eis. Dort trainieren zwei Spielerinnen in weißen Trikots.

Als Eishockeytrainerin zwischen Kanada und Österreich für zwei Teams aktiv sein.

Die Gespräche mit den Spielerinnen waren für Gina Kingsbury entscheidend. Denn sie erfuhr dabei, dass sich die Österreicherinnen zum ersten Mal für die Top-Division qualifiziert haben. Sie wollte somit nach vielen Jahren harter Arbeit mithelfen, die Debütantinnen für diesen großen Moment der A-WM vorzubereiten. Zeitgleich bleibt sie weiterhin Trainerin bei Toronto Sceptres in der PWHL und verlässt die Sceptres somit nicht, so wie sie es zuletzt bei Hockey Canada zusätzlich gemacht hatte. Sie sieht auch keinen Gewissenskonflikt, da die WM erst im November startet und sich mit den Liga Spielen auch keine terminlichen Überschneidungen erfolgen. Schließlich arbeiten mehrere General Managerinnen aus der PWHL parallel für Nationalteams.

„Es ist großartig, dass im internationalen Eishockey so eng zusammengearbeitet wird“,

sagte Gina Kingsbury im Interviewgespräch mit dem ÖEHV.

Ihre Verbindungen zum österreichischen Frauen-Eishockey sind vor ihrer neuen Funktion beim ÖEHV nicht sehr eng gewesen. Aber sie sitzt einerseits seit rund acht Jahren im Frauenkomitee der IIHF, wo sie mehr über das Programm erfuhr. Andererseits kennt sie einige Spielerinnen, wie etwa Theresa Schafzahl aus der PWHL, andere aus einem High-Performance-Camp.

Bestmögliches Eishockey Team für die Top A-WM in Dänemark zusammenstellen.

Anfang Oktober 2026 spürten die Spielerinnen beim jüngsten Lehrgang in Klagenfurt eine große Freude endlich wieder vereint zu sein, um loszulegen, nachdem zumindest der Kern der Gruppe zuletzt im Februar beisammen war. In Klagenfurt haben sie zweimal täglich auf dem Eis trainiert, während Gina Kingsbury die Spielerinnen, die nicht im Camp waren, gemeinsam mit Melody Davidson gleichzeitig beobachtet. Dabei scoutet Melody Davidson diese anderen Spielerinnen online.

„Wir als Team haben uns unfassbar gefreut, uns wieder zu sehen, und sind froh, dass wir wieder gemeinsam am Eis stehen konnten. Man merkt rundherum, dass alles viel professioneller ist – es ist ein super Gefühl im Moment. Natürlich gibt es noch Dinge, die geklärt werden müssen, und viele neue Menschen, die wir kennenlernen. Aber für uns alle ist das sehr positiv. Und in Klagenfurt sind wir sowieso jederzeit gerne“,

sagte Kapitän des ÖEHV-Frauen-Nationalteams Anna Meixner.

Ein gutes Team steht füreinander ein und ist fähig gemeinsam zu kämpfen.

Das Team soll so viel Zeit wie möglich haben, um gemeinsam auf das Ziel der Zusammensetzung des Kaders hinzuarbeiten. Daher werden auch alle Spielerinnen persönlich informiert, also auch jene, die es nicht schaffen, weil diese Art von Kommunikation nach Professionalität strebt, sagte Gina Kingsbury. Ende Oktober und Anfang November 2026 soll der Kader beim nächsten gemeinsamen und finalen Lehrgang in Villach feststehen, damit noch rechtzeitig an der Teamidentität gearbeitet werden kann. Denn der Zusammenhalt und die Fähigkeit, den Matchplan umzusetzen entscheiden gerade bei kurzen Turnieren. So sind auch jene Teams, die füreinander einstehen, schwer zu schlagen sind. Es geht weniger um Können oder Spielstil als um die Einstellung. Dieses Österreichische Eishockey Frauenteam hat das, gemeinsam zu kämpfen und in Leistung umsetzen, so lauten die Worte der neuen General Managerin Gina Kingsbury dazu.

„Jede kennt ihre Rolle und nimmt sie an. Die Top-Spielerinnen tragen das Team, die dritte und vierte Linie sind stolz darauf, die stärksten Linien der Gegnerinnen auszuschalten. Wir feiern die kleinen Dinge: geblockte Schüsse, gute Wechsel, sauberes Stellungsspiel“,

sagte Gina Kingsbury.

ÖEHV Eishockey Frauenteams reist mit Underdog-Energie nach Dänemark.

Am vierten November 2026 reist das Österreichische Eishockey Frauenteam nach Esbjerg in Dänemark. Zwei Tage nach der Abreise startet bereits am sechsten November 2026 ihr erstes Spiel vs. Tschechinnen. Danach folgt das Spiel vs. Deutsche, ein Ruhetag sowie die Spiele vs. die großen Gegnerinnen USA und die Schweizerinnen. Bezugnehmend auf die bevorstehenden Erwartungen der Spielerinnen in der Top-Division merkte die neue erfahrene General Managerin Gina Kingsbury beeindruckt von der Größe und der Stärke der ÖEHV Gruppe wie folgt an:

„Das Spiel wird jedes Jahr schneller und stärker – selbst ich war in meiner Zeit bei Hockey Canada bei jeder WM überrascht. Die Gegnerinnen sind schnell, groß, stark und körperbetont, und die Schiedsrichterinnen lassen immer mehr laufen. Das darf kein Schock sein. Gleichzeitig sollen die Spielerinnen wissen, dass sie mithalten können. Denn wir haben eine gute Mischung aus Routiniers, einer soliden mittleren Generation und jungen Spielerinnen, die Druck machen. Gute Torhüterinnen haben wir auch. Ich glaube, dass wir bei dieser WM mithalten können. Ich hoffe, unsere Spielerinnen glauben daran. Ich tue es auf jeden Fall“,

sagte Gina Kingsbury.

Auf den Matchplan vertrauen und mit Stolz als Team spielen.

Schließlich zeigt sich die neue General Managerin Gina Kingsbury überzeugt davon, dass das Österreichische Eishockeyteam den Erfolg bei der Top A-WM erreichen wird, sofern sie als Gruppe zusammenfinden, den Moment genießen, alles geben und ein Umfeld schaffen, von dem jede ein Teil sein will und somit ohne Last auf den Schultern spielen.

Textquelle: Interview mit ÖEHV. Österreichischer Eishockeyverband (ÖEHV), Pressesprecher: Johannes Pressler, Bakk. phil. Fotocredit: ÖEHV.

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