Rodlerinnen legen bei den Olympischen Winterspielen 2026 los.

Datum:

Die weiblichen ÖRV Rodel Athletinnen sind zu Wochenbeginn gefordert mit dem ersten Start in Milano, Cortina.

Sie haben am Donnerstag, den fünften Februar 2026, das Bahntraining vor Ort aufgenommen. Danach absolvieren sie am Samstag und Sonntag noch je zwei Trainingsläufe und starten am Montag, den neunten Februar 2026, in den Bewerb.

Hannah Prock fiebert nach dem Jahr 2018 (Platz 17) und 2022 (Platz 5) ihren dritten Olympiastart entgegen. Sie hat in dieser Saison ebenso zwei Weltcup Siege eingefahren, wie die Amerikanerin Summer Britcher und Merle Fräbel. Die amtierende Europameisterin aus Deutschland entschied auch die Olympiageneralprobe im November für sich. Fräbels Landsfrau, Julia Taubitz hat den Gesamt Weltcup zuletzt vier Mal in Folge gewonnen. Sie musste sich in diesem Winter mit bis dato einem Sieg zufriedengeben.

OEOC – Vereidigung, Milano Cortina 2026: Hannah Prock, Lisa Schulte, Dorothea Schwarz, 03.02.2026, Vienna, Austria. (Photo: Alex Foret)

Im Gesamt Weltcup hat allerdings Weltmeisterin von 2024 Lisa Schulte die Nase vorne. Sie rodelte in dieser Saison sechsmal in die Top-5, jubelte in den letzten vier Weltcuprennen über drei zweite Plätze. Es ist der zweite Olympiaeinsatz für die 25-jährige Lisa Schulte. Sie belegte in Peking Rang sechs.

Das österreichische Aufgebot wird bei den Einsitzerinnen mit der 21-jährigen Absamerin Dorothea Schwarz ergänzt. Sie hat sich erstmals für die Olympischen Spiele qualifiziert. Sie erreichte auch gleich zu Saisonbeginn mit ihrem ersten Podestplatz im Weltcup eine faustdicke Überraschung und bestätigte ihr Potential im Rahmen der Europameisterinnenschaft mit Rang fünf und der Silber Medaille in der U-23-Wertung.

Bei den ÖRV Rodel Athlet*innen sind zuerst die Einsitzer*innen an der Reihe.

Am 02. Februar 2026 checkten die 26-jährige Hannah Prock an ihrem Geburtstag, sowie Lisa Schulte und Dorothea Schwarz im olympischen Dorf ein. Am Samstag, den siebenten Februar 2026, starten zuerst die Männer im Einsitzer mit den Olympischen Rodelbewerben im Cortina Sliding Centre. Während im Weltcup zwei Läufe in die Wertung einfließen, werden die Bewerbe der Einsitzer*innen bei den Olympischen Spielen in vier Durchgängen entschieden und erstrecken sich jeweils über zwei Tage.

OEOC – Milano Cortina 2026, Testevent Rodeln / Foto: Patrick Steiner.

Am elften Februar 2026 erfolgt die Medaillenvergabe im Doppelsitzer.

Erstmals in der olympischen Geschichte treten, neben den männlichen Duos in Cortina, auch die weiblichen Paarungen im Doppelsitzer an. Selina Egle und Lara Kipp sind mit ihren männlichen ÖRV Teamkollegen Juri Gatt, Riccardo Schöpf und Thomas Steu ab Samstag vor Ort. Tags darauf werden die Rodelbewerbe in der Dolomitenstadt mit dem Team Staffel Bewerb abgeschlossen. Der Team Bewerb wurde bisher pro Nation mit drei Schlitten besetzt und werden bei den Olympischen Spielen 2026 erstmals mit den Doppelsitzerinnen ergänzt.

Es gibt Olympische Premieren bei den ÖRV Rodel Athlet*innen.

Die 21-jährige Dorothea Schwarz feiert in Cortina als jüngste Rodel Athletin im österreichischen Aufgebot ebenso ihr Olympiadebüt, wie Jonas Müller und die Doppelsitzer Juri Gatt und Riccardo Schöpf. Dank der Premiere der weiblichen Doppelsitzerinnen sind auch Selina Egle und Lara Kipp erstmals bei Olympischen Spielen am Start.

Im Gespräch mit dem ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler:

Das österreichische Rodel Aufgebot wird vor Ort von einem siebenköpfigen Trainerteam an der Bahn und im Schlittenraum mit reichlich Expertise unterstützt. Nach der offiziellen Verabschiedung in Wien wurde noch in Sankt Moritz trainiert. Der ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler antwortete, auf die Frage, ob alles nach Wunsch verlief, und wie die Stimmung im Team ist:

„Nachdem wir in Igls aktuell nicht rodeln können, mussten wir nach Sankt Moritz ausweichen. Wir waren in den vergangenen zwei Monaten fast durchgehend unterwegs, das Programm war sehr intensiv, entsprechend locker haben wir die Trainingseinheiten in der Schweiz angelegt. Selina Egle war nach den Wien-Tagen gesundheitlich etwas angeschlagen und ist deshalb vorsichtshalber zu Hause geblieben, Hannah Prock, die zuletzt leichte Rückenprobleme hatte, hat Sankt Moritz ebenfalls ausgelassen und ein paar Tage im Athlete Performance Center in Thalgau eingeschoben. Die Stimmung innerhalb des Teams ist sehr gut, wir haben vier Jahre auf die kommenden Tage hingearbeitet, sind bereit und fast erleichtert, dass es nun endlich los geht“,

sagte Christian Eigentler.

Seit 1992 haben die österreichischen Rodel-Asse bei Olympischen Spielen immer zumindest eine Medaille erobert. In Pyeongchang 2018 war es der komplette Medaillensatz, in China durften sich die ÖRV-Asse zuletzt über zwei Silber- und eine Bronze Medaille freuen. Was hat man sich diesmal vorgenommen, wie beurteilen Sie die Ausgangsposition?

In jeder der fünf Disziplinen um Medaillen mitrodeln ist hart erarbeitet.

„Wir haben alle Möglichkeiten, können in jeder der fünf Disziplinen um Medaillen mitrodeln. Das ist eine Ausgangsposition, die nicht selbstverständlich, sondern hart erarbeitet ist. Wir waren zuletzt sehr erfolgreich, aber das war Deutschland auch. Die Letten haben viel Qualität in ihren Reihen, das US-Team muss man bei Groß-Events sowieso immer am Schirm haben, zudem rechne ich auch mit sehr starken Gastgebern. Die italienische Mannschaft hat während der Saison zwei ganze Trainingswochen in Cortina eingeschoben, sie werden den Heimvorteil auch bei den Bahnbedingungen voll ausreizen. Es wird auf jeden Fall sehr spannend“,

sagte Christian Eigentler.

Wie laufen die letzten Tage vor den Bewerben ab?

„Wir haben uns die Bahn im Rahmen einer internationalen Testwoche und beim Cortina Test Event bereits im November erarbeitet, jetzt gilt es die Charakteristik und den Rhythmus wieder aufzunehmen und das Material in den Trainingsläufen bestmöglich auf die Gegebenheiten einzustellen“,

sagte Christian Eigentler.

Schlussendlich blieb der ÖRV Cheftrainer Christian Eigentler mit der Beantwortung nach einer möglichen Anzahl an Medaillen für die österreichischen Rodlerinnen und Rodler in Cortina dennoch vage zurückhaltend:

„So abgedroschen es auch klingen mag, aber Olympische Spiele haben eigene Gesetze. Es müssen so viele Komponenten zusammenspielen, in einem Sport wo tausendstel Sekunden den Unterschied ausmachen bin ich mit Prognosen vorsichtig. Wenn wir unser Potential voll ausschöpfen, traue ich unserer Mannschaft aber definitiv einiges zu“,

sagte Christian Eigentler.

So sieht der Zeitplan fürs weibliche ÖRV Rodelteam in Cortina aus:

05.02. 2026, 17.00 Uhr:Damen Einsitzer I Training I Lauf 1
Training I Lauf 2
07.02. 2026,
13.30 Uhr und
14.30 Uhr:
Damen Einsitzer ITraining I Lauf 3
Training I Lauf 4
08.02. 2026,
08.00 Uhr und
09.00 Uhr:
Damen Einsitzer ITraining I Lauf 5
Training I Lauf 6
08.02. 2026,
14.45 Uhr und
15.15 Uhr:
Damen Doppel I Training I Lauf 1
Training I Lauf 2
09.02. 2026,
13.00 Uhr und
13.30 Uhr:
Damen Doppel ITraining I Lauf 3
Training I Lauf 4
09.02. 2026,
17.00 Uhr und
18.35 Uhr:
Damen Einsitzer ILauf 1
Lauf 2
10.02. 2026,
08.00 Uhr und
08.30 Uhr:
Damen Doppel I Training I Lauf 5
Training I Lauf 6
10.02. 2026,
17:00 Uhr und
18.35 Uhr:
Damen Einsitzer I Lauf 3
Lauf 4
11.02. 2026,
17.00 Uhr und
18.50 Uhr:
Damen Doppel I Lauf 1
Lauf 2
12.02. 2026, 18.30 Uhr:Team Staffel

Textquelle: Dominic Marsano, Fotocredit: @ÖOC/Steiner für redaktionelle Zwecke honorarfrei.

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