Erste Cheftrainerin ist in der Deutschen Männer Bundesliga.

Datum:

Seit elften April 2026 fokussiert sich die Geschlechtergerechtigkeit bei den Trainerinnen im Deutschen Männerfußball.

Marie-Louise Eta übernimmt den Posten der ersten Cheftrainerin.

Die 34-jährige Marie-Louise Eta begleitete bereits im Mai 2024 als Co Trainerin den Abstiegskampf der Berliner. Sie übernimmt als erste Cheftrainerin in der deutschen Bundesliga beim Tabellenelften die Trainingsleitung der Union Berlin in der Deutschen Bundesliga, nachdem sich Union Berlin vom bisherigen Trainer Steffen Baumgart trennte wegen einer enttäuschenden Rückrunde mit nur zwei Siegen aus 14 Pflichtspielen und einem Punkteschnitt von 1,22 pro Spiel, was zu wenig für den Abstiegskampf bedeutete.

Marie-Louise Eta wurde somit interimistisch zur Nachfolgerin von Steffen Baumgart bei Union Berlin gewählt. Sie zielte damit auf schnelle Stabilisierung, da sie den Verein seit dem Jahr 2023 als Co-Trainerin der Profis und U19 hervorragend kennt und sofort verfügbar war.

Sie ist als Trainerin im deutschen Profifußball der Männer auch eine historische Pionierin.

Marie-Louise Eta, geborene Bagehorn, ist am siebten Juli 1991 in Dresden geboren und ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und Trainerin. Seit April 2026 ist sie bei Union Berlin als Interimstrainerin der Männermannschaft tätig und geht damit als erste Cheftrainerin in die Geschichte der deutschen Bundesliga der Männer ein.

Sie arbeitete bei Union Berlin und machte dort früh als erste weibliche Co-Trainerin einer Bundesliga-Männermannschaft. Zuvor saß sie im Jahr 2023 als erste Frau im Trainer*innenteam eines Männer-Bundesligisten und stand bereits ein Jahr später, 2024, in einem Bundesligaspiel an der Seitenlinie. Sie hat damit ihren Weg zur aktuellen Beförderung vorbereitet.

Als Trainerin verlief ihr Weg vom Nachwuchs in die höchste Profi Ebene.

Die Karriere der Fußballtrainerin Marie-Louise Eta begann schon unmittelbar nachdem sie als aktive Spielerin aufhörte. Sie beendete ihre aktive Karriere als Spielerin im Jahr 2020, nachdem sie zuletzt beim SV Werder Bremen gespielt hatte. Sie wollte sich bewusst nach ihrer aktiven Zeit als Profi Spielerin stärker auf den Weg der Trainerin konzentrieren. Sie habe ihre Karriere als aktive Fußballerin nicht abrupt oder wegen einer einzelnen schweren Verletzung abgebrochen, sondern um einen guten Übergang von der Spielerinnen- zur Trainerinnenlaufbahn zu schaffen.

Zuerst trainierte sie im Jugendbereich, unter anderem bei Werder Bremen und später im DFB-Umfeld bei Juniorinnen-Teams. Dort sammelte sie vor allem ihre Erfahrung mit Trainingssteuerung, Entwicklung und Spielanalyse.

Im Jahr 2022 absolvierte sie als einzige Frau den Pro-Lizenz-Lehrgang der DFB-Akademie und erhielt damit ihre Pro-Lizenz als ein wichtiger Meilenstein in ihrer Trainerinnenkarriere. Sie qualifizierte sich damit offiziell für ihre Spieleinsätze als Cheftrainerin oder Co-Trainerin auch im Profi Männerfußball. Danach war sie im Jahr 2023 bei Union Berlin Co Trainerin der U19. In der Folge rückte sie als Trainerin noch im gleichen Jahr, im November 2023, in den Profibereich auf.

Bestehenden Weg sauber weiterführen.

Ihre ersten Ziele als Cheftrainerin waren vor allem Ruhe und Struktur in die Mannschaft bringen. Sie strebte dabei an, den sportlichen Alltag schnell zu stabilisieren. Ein großer Umbruch stand bei Union Berlin dabei weniger, als ein sauberes Weiterführen des bestehenden Wegs im Vordergrund. Der sportliche Fokus lag darin, das Team nach dem Trainer*in Wechsel zu ordnen und die Abläufe auf dem Platz klar zu halten.

Die Premiere ist als erste Bundesliga Cheftrainerin historisch.

Marie-Louise Eta steht in der Öffentlichkeit als eine, die den Verein Union Berlin kennt und dadurch kurzfristig für Verlässlichkeit sorgen kann. Sie soll als neue Cheftrainerin mit der Wahrung von Kontinuität und ihrer Kenntnis über Klub, Strukturen und Umfeld bereits einen reibungslosen Übergang ermöglichen. Externe Kandidat*innen wurden daher auch nicht priorisiert.

Sie ist die erste Frau als Cheftrainerin in der deutschen Bundesliga-Männer (Union Berlin, 2026 als Interimstrainerin) und hebt sich von anderen Pionierinnen, die in unteren Ligen oder als Co-Trainerin aktiv waren, ab.

TrainerinLiga/NiveauRolle & ZeitraumBesonderheit 
Marie-Louise EtaBundesliga (1. Liga Männer)Cheftrainerin (Interim), 2026Höchstes Niveau; Co-Trainerin seit 2023 bei Union
Sabrina Wittmann3. Liga (Profimänner)Cheftrainerin seit 2024Erste dauerhafte Profi-Cheftrainerin in DE; FC Ingolstadt
Inka GringsRegionalliga (Männer)CheftrainerinSV Straelen; halb-professionell
Imke WübbenhorstRegionalliga (Männer)CheftrainerinSF Lotte, Cloppenburg; später Frauen-Teams
Corinne DiacreLigue 2 (Frankreich Männer)Cheftrainerin, 2014–2017Erfolgreich 3 Jahre; später Nationaltrainerin FRA Frauen
Helena CostaLigue 2 (Frankreich Männer)Nominiert 2014Trat nicht an; erste bekannte Kandidatin


Als erste Frau schreibt Marie-Louise Eta in der Bundesliga, bis Saisonende, Geschichte einer interimistischen Cheftrainerin der Männermannschaft Union Berlin. Die Entscheidung fiel wegen ihrer langjährigen Vereinsnähe (Co-Trainerin Profis/U19 seit 2023) und ihrer mit der UEFA-Pro-Lizenz qualifizierten Top-Position.

Ab Sommer 2026 beginnt sie als Cheftrainerin auch beim Frauenteam, das auch eine eigene Struktur mit Jennifer Zietz als Geschäftsführerin hat.

Textquellen: Union Berlin, Süddeutsche, ORF. Fotocredit: Adobe Stock.

Teile diesen Beitrag über

Meistgelesen

Ähnliche Artikel

Nächste Heimspiele rollen heran.

Die Vienna Roller Derby starteten am elften April 2026...

250 Volleyballerinnen pritschten und baggerten bei der EULEVOTO in Graz.

Die 35ste Volleyball EM 2026 fand für Frauen, Lesben,...

Das Handball EM Ticket liegt für die ÖHB Frauen bereit.

Die Handballerinnen siegten am achten April vs. Israel auswärts...

Es gibt geballte Finalpower beim Wiener Frauenfußball Cup.

Die spannendste Phase in den Pokalbewerben des Wiener Fußballverbands...
Cookie Consent mit Real Cookie Banner