Konsequenzen ziehen gegen einen ÖTTV Nachwuchstrainer.

Datum:

Das Österreichische Sportministerium verhängt nach sexuellen Missbrauchsvorwürfen einen Förderstopp für den Tischtennis Verband.

ÖTTV-Präsidentenkonferenz stellte Weichen.

Nach den Rücktritt von Vize-Präsidentin Liu Jia sind nun auch der Präsident Wolfgang Gotschke und der Bundesliga-Chef Günther Renner inzwischen von ihren Funktionen zurückgetreten. Nun sind auch bei der Präsidentenkonferenz im Rahmen der Staatsmeisterinnenschaften die ersten Weichen gestellt:

Am 13ten Mai 2026 erfolgt in Klagenfurt eine ordentliche Generalversammlung mit Neuwahlen.

„Die Präsidenten der Bundesländer rückten wieder mehr zusammen und haben sich darauf geeinigt, eng mit 100%Sport/Vera zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus soll schon am Montag Kontakt mit dem Sportministerium aufgenommen werden, um das weitere Vorgehen zu klären. Außerdem gilt es die Satzungen zu prüfen, um mehr Demokratie, mehr Transparenz und mehr Mitbestimmung zu ermöglichen. Der Sport muss wieder in den Vordergrund rücken. Wir werden auch die Dienstverhältnisse von Vize-Präsident Conrad Miller und von Stefan Fegerl so rasch wie möglich beenden. Wir streben an, dass wir uns bei der Bestellung der neuen Vorstands-Mitglieder auf eine Liste einigen können“,

sagte Salzburger Landespräsident Walter Windischbauer.

Der Salzburger Landespräsident Walter Windischbauer führt als Bundesliga-Stellvertreter bis auf weiteres auch die Geschicke der Liga.

ÖTTV Vorstand bedauert den Rücktritt der Vizepräsidentin Liu Jia.

Die Vizepräsidentin Liu Jia hat durch ihren Rücktritt nicht nur ihr Amt, sondern gleichzeitig ihre Verantwortung im Sport abgegeben. Ein Rücktritt ist zwar jederzeit legitim, aber eine ordnungsgemäße Übergabe der sportlichen Agenden wäre im Sinne des Sports wünschenswert gewesen. Daher nimmt der ÖTTV Vorstand ihren Rücktritt auch mit Bedauern zur Kenntnis. Am Mittwoch, den 18ten März 2026, berät der ÖTTV Vorstand über die weitere Vorgehensweise in seiner nächsten Sitzung.

Die Vizepräsidentin und Sportdirektorin Liu Jia ist zuständig für die Nachwuchs Spieler*innen und -Trainer*innen.

Der ÖTTV hat, als 2024 Vorwürfe gegen einen Jugendtrainer gemeldet wurden (ohne faktenbasierte Beweise wie Chats, Bilder oder Videos), die Zusammenarbeit mit diesem Trainer durch den damals zuständigen Sportdirektor sofort beendet. Der ÖTTV hat, als im November 2025 von Medien über neuerliche Vorwürfe (wieder ohne Beweise) berichtet wurde, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet und um Klärung der Vorhalte gebeten. Die Vizepräsidentin und Sportdirektorin Liu Jia hat diese Vorgangsweise mitgetragen. Auch ihr lagen damals, obwohl sie als Trainerin im Nachwuchsbereich aktiv war, keine konkreten Beweise vor.

Erst am 12ten März 2026 erhielt der ÖTTV erstmals Einsicht in den Akt der Staatsanwaltschaft. Von Athletinnen wurden dem Trainer verschiedene Verhaltensweisen vorgeworfen, welche – ungeachtet einer von der Staatsanwaltschaft bzw. Gericht zu beurteilenden Strafwürdigkeit – nicht mit den Werten des ÖTTV vereinbar sind. Der ÖTTV ist mit Hochdruck um restlose, transparente Aufklärung dieser Causa bemüht. In der Folge hat der ÖTTV dazu einen Care & Compliance-Ausschuss eingesetzt und berichtet über die laufenden Ergebnisse transparent.

ÖTTV nahm nach der Vorstandssitzung Stellung zur Sachlage der sexuellen Missbrauchsvorwürfe.

Zu den wiederholten Medienberichten in den letzten Tagen hält der ÖTTV fest, dass ihm nach mehrfachen Ersuchen von der Staatsanwalt Akteneinsicht in die vom ÖTTV diesbezüglich bereits im November 2025 erstattete Strafanzeige gewährt wurde.

Health & Care Ausschuss beschlossen.

Der ÖTTV hat in der am Donnerstag, den 12. März 2026, jüngsten Vorstandssitzung beschlossen, einen Health & Care Ausschuss einzusetzen. Dieser wird mit verbandsunabhängigen Personen besetzt.

Als erste Tätigkeit soll dieser Ausschuss, das einem Trainer vorgeworfene Verhalten nach den seit 12.03.2026 vorliegenden Unterlagen prüfen. Alle allenfalls gebotene Verbesserungsmaßnahmen sind im Verband umgehend umzusetzen. Danach wird der ÖTTV diesbezüglich zeitnah wieder die Öffentlichkeit informieren.

ÖTTV Präsident reagierte auf Streichung der Förderungen prompt.

Das Arbeitsverhältnis eines betroffenen Vereins mit dem ÖTTV Nachwuchstrainer wurde mit sofortiger Wirkung ebenfalls ruhend gestellt, so hieß es laut dem ÖTTV Präsidenten des österreichischen Tischtennisverbandes. Denn der Verdacht des sexuellen Missbrauchs gegen diesen Nachwuchstrainer steht im Raum.

Dazu priorisiere die ÖTTV Vizepräsidentin Liu Jia gegenüber dem ORF am zehnten März 2026 diese Vorwürfe sauber und transparent aufzuklären. Derzeit, 2026, ermittelt noch die Staatsanwaltschaft in diesem Fall, nachdem bereits im Jahr 2024 erste sexuelle Übergriffe des betroffenen Nachwuchstrainers an mehrere jugendliche ÖTTV Athletinnen bekannt gemacht wurden. Aber bis auf weiteres gelte noch die Unschuldsvermutung.

„Ich wurde gerade darüber informiert, dass der besagte Verein das Verhältnis mit dem Trainer ab sofort ruhend gestellt hat. Der Trainer wird daher bis zur endgültigen Aufklärung der Sachlage keine Funktion im Verein ausüben“,

sagte ÖTTV-Präsident Wolfgang Gotschke.

So sieht diese Situation über 500 Tischtennis Vereine aus.

„Nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe haben wir als Verband sofort reagiert und den Trainer dem Vorsichtsprinzip folgend nicht mehr eingesetzt. Zudem haben wir schon 2025 die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, obgleich wir bis heute – trotz Bemühungen unserer damaligen Vertrauensperson sowie des Vorstands bis dato keine konkreten Beweise gesichert werden. Wir respektieren den Opferschutz vollumfänglich, halten jedoch fest, dass zur Prüfung verbandsinterner Maßnahmen sowie zur Durchführung rechtsstaatlicher Verfahren eine Identifizierbarkeit der Vorfälle erforderlich ist. Andererseits hat der ÖTTV keinen Einfluss darauf, wie ein Verein – aktuell gibt es über 500 TT-Vereine in Österreich – reagiert. Unsere Mitglieder sind die Landesverbände und nicht die Vereine. Wir können lediglich Empfehlungen ausgeben, was auch geschehen ist“,

sagte ÖTTV Präsident Wolfgang Gotschke.

Unabhängigen Care- and Compliance-Ausschuss ist in Planung.

So meinte der ÖTTV Präsident Gotschke, zur Kenntnis genommen zu haben, dass das Ministerium eine Prüfung durchführe und nun positiv nach vorne blicke. weil er davon überzeugt sei, der ÖTTV habe in dieser Sache alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Der ÖTTV führe in der Folge zwischenzeitlich Gespräche über die Implementierung eines unabhängigen Care- and Compliance-Ausschusses. Diesen Ausschuss soll der ÖTTV Vorstand am Donnerstag, den 12ten März 2026, bei seiner nächsten Sitzung beschließen.

Qualität wie auch die Einhaltung von Gesetzen garantieren.

Es handelt sich bei diesem Ausschuss um ein spezialisiertes Gremium innerhalb einer Organisation im Gesundheits- oder Pflegewesen, das die Einhaltung rechtlicher, ethischer und interner Richtlinien überwacht. Die Unabhängigkeit stellt sicher, dass Entscheidungen frei von wirtschaftlichem Druck oder Interessenkonflikten getroffen werden. Sowohl die Qualität wie auch die Einhaltung von Gesetzen sollen damit garantiert sein. 

Textquelle: Miguel Daxner, ÖTTV Media, Österreichischer Tischtennis Verband.

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