Lisa Hirner hofft auf Olympiateilnahme 2030 als Nordische Kombiniererin.

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Frauen wie Männer nahmen an 25sten Olympischen Winterspielen 2026 teil, aber immer noch nicht in der Nordischer Kombination.

Es gibt keine Geschlechtergerechtigkeit in allen 16 olympischen Sportarten 2026.

So dürfen bei der Olympischen Sportart Nordische Kombination immer noch nur Männer antreten. Das trifft aktuell auf eine österreichische Top Wintersportathletin: Die 22-jährige Nordische Kombiniererin Lisa Hirner. Sie nahm an den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano, Cortina in Italien teil, aber ihr Traum von ihrer Teilnahme an den Olympischen Spielen in ihrer Paradesportart erfüllte sich nicht. Sie nahm somit als Skispringerin.

„Ich hoffe natürlich sehr, dass ich 2030 als Kombiniererin zur Olympia fahren darf“,

sagte Lisa Hirner.

Die Nordische Kombination verbindet Skispringen und Skilanglauf in einem Wettbewerb.

Die Athlet*innen springen zuerst von der Schanze. Rangliste und Zeitabstände werden dabei aus Weiten- und Stilpunkten berechnet.

  • Diese Weitenpunkte gibt es für jeden gesprungenen Meter gibt es eine festgelegte Punktzahl, je nach Schanzentyp (Normal- oder Großschanze). Der K‑ bzw. HS‑Punkt gilt als dabei als Grundlage, rund um diesen Punkt ergibt eine bestimmte Weite Null, alles weiter darüber sind Pluspunkte, und kürzer sind Minuspunkte. Diese Weitenpunkte entscheiden direkt in der Gesamtsprungwertung und werden später in Zeitrückstände für den Langlauf umgerechnet.
  • Die Stilpunkte werden in fünf Stilnoten vergeben, offiziell 0 bis 20 Punkte für Absprung, Flug, Landung (Telemark) und Auslauf. Die beste und die schlechteste Note werden gestrichen, die übrigen drei addiert. Während bei einer schlechten Haltung eine unsaubere Landung oder Probleme im Auslauf zu Punkteabzug führen kann, bringt ein technisch sauberer Sprung hohe Stilpunkte und verbessert damit das Sprungergebnis, auch bei gleicher Weite.

Ein Langlaufrennen folgt danach im freien Stil, bei dem der oder die Erste im Ziel die Gesamtwertung gewinnt.

  • Frauen sind aber in der Nordischen Kombination immer noch nicht bei den Olympischen Spielen zugelassen, obwohl es Weltcups und Weltmeisterinnen gibt. Die Nordische Kombination ist damit die einzige Wintersportart bei Olympia bis dato ohne Beteiligung von Frauen. Ariane Rädler und Katharina Huber gewannen zwar als olympische Athletinnen ihre Gold Medaille in der Olympischen Disziplin Ski Alpin Team Kombination. Aber diese Disziplin wird als alpine, und nicht als nordische Kombination bezeichnet.

Lisa Hirner belegte auf der Großschanze den 18ten Platz.

Die 22-jährige steirische Nordische Kombiniererin trat somit als Skispringerin bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien an. Im Normalschanzenbewerb hatte sich Lisa Hirner erstmals für den zweiten Durchgang qualifiziert. Sie legte von der Großschanze noch einen drauf und wurde am Sonntagabend, den 15ten Februar 2026, als 18te hinter Lisa Eder überraschend zweitbeste Österreicherin. Weitere Ergebnisse der Olympischen Athlet*innen sind hier reinzulesen.

Fokus ist weiterhin auf die Nordische Kombination gesetzt.

Am Montag, den 16ten Februar 2026, traten die Skispringerinnen die Heimreise an. Lisa Hirner konzentriert sich somit in der Folge für die restliche Saison wieder als Nordische Kombiniererin. Eine Skispringerin sei sie auf keinen Fall, das sei sie nur für die Olympia gewesen, denn sie sei und bleibe Kombiniererin, sagte Lisa Hirner abschließend dazu.

„Natürlich möchte ich irgendwann in meiner Sportkarriere eine olympische Medaille haben. Und natürlich wäre es am Schönsten bei den Kombiniererinnen. Ich hoffe natürlich sehr, dass wir 2030 dabei sein können“,

sagte Lisa Hirner.

Das Traumziel ist Nordische Kombination bei Olympia 2030 für beide Geschlechter olympisch wahrzunehmen.

Diese Sportart bangt jedoch um ihre Zukunft. So sei es noch offen, ob die Nordische Kombination bei Olympia 2030 in den französischen Alpen gänzlich für beide Geschlechter angeboten werden darf, oder doch aus dem olympischen Programm rausgenommen werde.

„Die Hoffnung ist definitiv noch da. Die letzten zwei Jahre haben wir gezeigt, dass das Interesse an der Kombi definitiv noch da ist. Wir sind auf einen richtig guten Weg. Die Zahlen lügen nicht, von dem her gebe ich die Hoffnung nicht auf“,

sagte Lisa Hirner optimistisch..

Unverständnis gibt es darüber auch bei den männlichen Athleten.

So zeigte auch der 24-jährige Österreichs bester Nordische Kombinierer Johannes Lamparter sein Unverständnis darüber, Frauen nicht bei Olympischen Spielen als Nordische Kombiniererinnen teilnehmen zu lassen.

„Nachzuvollziehen ist das für mich überhaupt nicht“,

sagte der 24-jährige Nordischer Kombinierer Johannes Lamparter.

Nordische Kombination soll als olympische Sportart auch für Frauen ins Programm aufgenommen werden.

„Die Damen machen im Moment einen so unglaublichen Job. Die entwickeln sich, die springen auf so einem hohen Niveau und es gibt einige Athletinnen, die richtig gut langlaufen können. Von dem her gibt es meiner Meinung nach keine Widerrede, warum man sie nicht mit zur Olympia nehmen sollten“,

sagte Johannes Lamparter.

Das IOC fällt im Mai 2026 die Entscheidung.

Das IOC entscheidet also, ob die Nordische Kombination als olympische Sportart bleibt und ob Frauen sofort olympisch auch daran teilnehmen können. Sowohl der Präsident des Internationalen Skiverbands (FIS), Johan Eliasch, wie auch die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kirsty Coventry, seien von der Nordischen Kombination als olympische Sportart begeistert, wie es aus ihren Wortmeldungen und ihr Verhalten vor Ort darüber wahrzunehmen war. Der FIS-Präsident Johan Eliasch gab also bekannt, sich dafür einzusetzen, die Nordische Kombination mit Teilnahme der Frauen im Jahr 2030 ins olympische Programm aufzunehmen, oder es wird gänzlich gestrichen.

„Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist, würde ich sagen, undenkbar. Ich hätte die Frauen sehr gerne hier gesehen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass diese Disziplin langfristig im Kalender bleibt“,

sagte der Präsident des Internationalen Skiverbands (FIS), Johan Eliasch.

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