Stephanie Endres Straße.

Datum:

Die Sportarena Wien ist in der Stephanie Endres Straße, im zweiten Wiener Gemeindebezirk und wurde am fünften September 2025 eröffnet.

Stephanie Endres war Pionierin des Frauen- und Mädchensports in Österreich.

Die Pionierin Stephanie Endres, geborene Göschka, wurde am 26sten Dezember 1891 geboren und starb am dritten März 1974 in Wien. Sie studierte Geographie und Geschichte an der Universität Wien und erhielt im Jahr 1915 ihr Doktordiplom. Danach absolvierte sie diverse Lehrbefähigungsprüfungen, unter anderem in Turnen.

Als erste Frau richtete sie den Turnlehrer*innenkurs ein.

Sie begann als Lehrerin zu arbeiten und erhielt im Jahr 1929 die berufliche Stelle als Leiterin der Frauengewerbeschule der Stadt Wien. Viele ihrer Ideen waren zu der Zeit noch unüblich. Sie initiierte somit in Schneiderateliers, Modenschauen oder Sprech- beziehungsweise Bewegungschöre. Schließlich unterrichtete sie an der Wiener Bundesanstalt für Leibeserziehung, wo sie auch den sogenannten Turnlehrer*innenkurs einrichtete.

Stephanie Endres war Mitschöpferin des Frauensportprogramms des ASKÖ (Arbeitersportklub Österreich) und der SASI (Sozialistische Arbeitersport-Internationale), Mitarbeiterin im ASKÖ-Frauenausschuss und ab 1925 technische Leiterin des Arbeiter-Turnvereins. Sie war auch Mitorganisatorin der Arbeiterinnen für im Jahr 1931 und der Maifestspiele des ASKÖ 1932.

Beiträge zu Sport, Frauen und Mädchen sowie Erziehung verfasst.

Sie schrieb in der Arbeiter-Turn-und Sportzeitung, den Zeitschriften Die Frau und Die Österreicherin auch Beiträge zu Sport, Frauen und Mädchen sowie Erziehung. Sie setzte sich dabei für das natürliche Turnen und Bewegen der Menschen jeden Alters ein, und selbstverständlich auch für die Rechte und Emanzipation der Frauen.

Aber bereits im Jahr 1934 ging Stephanie Endres in den sogenannten Zwangsruhestand, nach dem Lehrabbaugesetz, das verheiratete Lehrerinnen und somit auch sogenannte Doppelverdienerinnen betraf.

Stephanie Endres Publikationen sind hier kurz aufgelistet.

  • Endres, Stephanie: Körperkultur der Frau, in Die Frau. Sozialdemokratische Monatszeitschrift. Nr. 2, Wien 1925. S. 4.
  • Endres, Steffi: Zur Neugestaltung des Frauenturnens, in: Der Übungsleiter. Zeitschrift für Leibeserziehung des Österreichischen Arbeiter-Turn- und Sportbundes. 3. Jg., Nr. 1, Wien 1948. S. 2 f

Stephanie Endres gründete eine eigene Turn- und Sportschule.

In ihrem sogenannten Ruhestand gründete Stephanie Endres ihre eigene Turn- und Sportschule. Aber bereits nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie ihre früheren Arbeiten wieder aufnehmen. Sie unterrichtete an Schulen sowie an der Volkshochschule und war politisch und im ASKÖ aktiv. An der Bundesanstalt für Leibeserziehung war sie in der Zeit von 1950 bis 1954 als Lehrbeauftragte im Einsatz. In dieser Zeit und kurz danach erhielt Stephanie Endres auch zwei Auszeichnungen:

  • 1954: Verleihung des Berufstitels Oberstudienrat.
  • 1962: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Im Jahr 1974, also etwa zwanzig Jahre später verstarb die Frauensportpionierin Stephanie Endres n Wien. Zuvor setzte sie sich stets für das Ziel mit den Worten, „Frauen zu gesunden, natürlichen und freien Menschen zu erziehen“, ein.

Beitragsbilder: über die Pionierin Stephanie Endres. Fotocredit: unbekannt VGA.

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